Filmproduktion

Fachbegriffe aus der Praxis in der Praxis, Artikel, Diskussionen, Erfahrungsaustausch

Mai
03

Die Reportage

Von Loco am 3. Mai 2011 veröffentlicht

Ursprung und Dauerbrenner in der TV-Branche

Die Reportage (lat.: reportare: melden, berichten, Bericht erstatten) ist eines der gängigsten und ältesten TV-Genres. Im Gegensatz zum Magazin wird mit viel weniger Schnittbildern gearbeitet. Das Geschehen wird unmittelbar so aufgenommen wie es passiert – man spricht auch von Begleitreportage.

Reportage Tobago tv-connexionEs handelt sich bei einer Reportage immer um ein sogenanntes non-fictionales Format – das bedeutet, der Inhalt des Filmes ist eine wahre Geschichte, mit realen Menschen, also keine Schauspieler. Die Kamera ist ganz nah bei der Handlung/dem Protagonisten, dabei wird auf die Gefühlsebene der handelnden Personen nicht verzichtet – im Gegenteil, sie bringt die Dramarturgie der Geschichte sogar voran. Bsp.: Bei einem Bauprojekt äußert der Bauherr immer wieder, dass er Zeitdruck hat und deswegen fast wahnsinnig wird.

Zugunsten einiger nicht wiederholbarer Situationen wird sogar teilweise auf Bild- und Tonqualität eingeschränkt verzichtet. Wichtig ist hier das das reale und nicht gestellte Geschehen aufzunehmen. Klassische Reportagethemen der öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsender sind beispielsweise das Begleiten von Zoll oder Polizei; gerne auch Umzüge, Hausbau oder Logistikthemen wie der Transport eines Windkraftwerk-turmes.

Die Reportage geschieht im klassischen Sinne ohne wertenden Kommentar des Autors – im Laufe der Zeit haben sich aber textliche Stilmittel wie Ironie, Witz oder Sarkasmus durchaus etabliert.

 

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